NUR SPENDEN KONNTE DER BARON NICHT HERBEI ZAUBERN

Die Rödelheimer Bosnien-Initiative feierte ihr 10jähriges Bestehen und ein erfolgreiches Hilfsprojekt in Tuzla. Beim Festprogramm wechselten heitere Auftritte und Beifallstürme für die künstlerischen Leistungen mit dramatischen Erinnerungen an den Krieg und seine zerstörerischen Folgen. Diese Mischung war zwar ungewöhnlich, aber sie traf den Kern dieses engagierten Projektes, das den Flüchtlingsfrauen aus Ostbosnien einen Funken Lebensfreude in ihrem anhaltenden Elend ermöglichen will.
Zwei Nachwuchsartisten aus dem "Zirkus Seifenblase" der Liebigschule verblüfften durch ihr Können und ihre Phantasie. Mitglieder der "Bosnien-Initiative" dankten den SpenderInnen der letzten zehn Jahr von Rödelheim bis Kalifornien, die -neben vielen Sachspenden- 600 000 € für die vielen Aktivitäten in Tuzla Simin-Han aufbrachten wie z.B. die Renovierung und Ausstattung der Ambulanz; Möbel, Bücher, Fahrräder und eine naturwissenschaftliche Grundausstattung sowie PCs für die Schule usw.
Kernstück des Projektes ist der Club "Prijateljice" (Freundinnen) im "Friedenszentrum Simin Han", wofür vor fünf Jahren sogar aus Spendenmitteln ein Haus gekauft werden konnte. Sechs Frauen aus diesem sozialtherapeutischen Club für Kriegswitwen und Flüchtlingsfrauen aus Ostbosnien (Zvornik, Srebrenica) waren zur Feier nach Rödelheim gekommen und schilderten, was dieser Club ihnen als Hoffnungsschimmer in ihrem qualvollen Leben bedeutet. Eine der aus Srebrenica deportierten Frauen wohnt inzwischen 10 km vom Club entfernt. Sie lege diesen Weg oft zu Fuß zurück, weil sie kein Geld für den Bus habe. So wertvoll sei ihr die sozialtherapeutische Hilfe im Club und der Spaß, den die Frauen bei gemeinsamen Aktivitäten hätten.
Dass Mitglieder der Rödelheimer Initiative durch ihre häufigen Fahrten nach Tuzla enge persönliche Beziehungen zu den Frauen entwickelt haben, wurde in der herzlichen Atmosphäre auch für Außenstehende spürbar.
Zum Projekt "Ferien vom Krieg" , bei dem Kinder und Jugendliche der verfeindeten Volksgruppen aus dem ehemaligen Jugoslawien gemeinsam Urlaub am Meer machen, wurden Ausschnitte aus mehreren Fernseh-Filmen gezeigt. (Ein Video bzw. DVD ist erhältlich).
Dann trat der Zauberbaron Wolff von Keyserlingk auf die Bühne, der die Bosnien-Initiative schon vor 10 Jahren bei ihrer Gründung unterstützt hat. Er faszinierte das Publikum durch seine "magischen Fähigkeiten"; z.B. entlockte er einer Dame mit Hut und Hund einen 50 € Schein, dessen Nummer diese sicherheitshalber notierte. Die Pfarrerin Elke Klee signierte den Schein zuerst und verbrannte ihn dann vor aller Augen. Wenig später zerschnitt sie eine Zitrone und zog den signierten Schein unversehrt hervor. Die Besitzerin stiftete diesen nach Zitrone duftenden Schein sogleich. Leider zauberte der Baron keine weiteren Spenden herbei, weshalb die Bosnien-Initiative weiter dringend um Unterstützung bittet.
Harry Petersen zeigte abschließend, dass auch ein Saxophon als Solo-Instrument in einem großen Saal die Zuhörer verzaubern kann, wenn es so virtuos gespielt wird. Auch die Flüchtlingsfrauen aus Bosnien, für die das eher fremde Klänge waren, dankten ihm mit begeistertem Beifall.

Die Bosnien-Initiative bittet um Unterstützung:
Spenden-Konto: Cyriakusgem. Bosnien-Ini. Nr. 4109767 bei Evang. Kreditgenoss. BLZ: 50060500

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